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Primus Express Stove Set 1L - Kocher Review

Review Kocher Primus Express Stove Set 1L

Test unter harten Bedingungen

Vielen Dank an Yonc.ch, dass ich den oben genannten Kocher zum Testen erhielt.

Mein Name ist Ramon Dürr und ich bin Landschaftsfotograf. Ein Gaskocher ist ein sehr wichtiger Begleiter, wenn es für mehrere Tage und Nächte in die Wildnis geht. Ein Kocher wird oftmals unterschätzt, denn nicht nur für eine warme Suppe oder ein warmer Kaffee zum Frühstück kann dieser nützlich sein, nein man kann auch seine seit zwei Stunden eingefrorenen Finger mithilfe der Gasflamme wieder etwas aufwärmen.

Ich testete den Primus-Kocher unter härtesten Bedingungen:

Es war ein extrem kalter Morgen – wir reden von -20°C – und ich setzte mich ins Auto, um ins Jura zu fahren. Mein Ziel war einmal mehr der Sonnenaufgang. Je näher ich dem Zielort kam, umso tiefer sank das Thermometer im Auto.

Widmen wir uns nun aber dem eigentlichen Teil:

Nachdem meine Bilder im Kasten waren, fror ich an meinen Händen und Füssen. Ein warmer Tee und eine Suppe zum Frühstück würde eigentlich nicht schaden. Die Frage stellte sich nun aber, ob der Kocher bei diesen Temperaturen überhaupt das Wasser zum Kochen bringen kann?

Der Lieferumfang

Die einzelnen Komponenten des Kochers lassen sich, wie auf dem Bild zu sehen ist, relativ kompakt verpacken. Leider ist für der Packbeutel etwas zu knapp bemessen und mit kalten Fingern ist es nicht ganz einfach, den Kocher wieder so zu verpacken. Die Gaskartusche, in diesem Fall ein Gas, welches für tiefe Temperaturen geeignet ist, wird nicht mitgeliefert. Die dazu passende Kartuschen Nummer wird in der Bedienungsanleitung erwähnt. Da die Anschlüsse allerdings meistens genormt sind, sollten auch solche von Drittanbietern funktionieren. Wichtig dabei ist, dass sich die Kartusche beim Entfernen vom Kocher mittels Metallkugel wieder selbst verschliesst.

Sehen wir uns an, was sich alles im Packbeutel befindet:
Was bestimmt auffällt ist das eigentliche Herzstück, der Topf. Diese ist mit einem Volumen von 1L sehr gut bemessen.
Unten am Topf sind Wärmetauscher-Lamellen angebracht, welche dafür sorgen, dass die Wärme der Flamme gleichmässig verteilt und gespeichert wird. Dies sorgt für eine erhöhte Effizienz. Funktioniert hat dies wie ich später erklären werde, einwandfrei. Der Topf ist im Innern beschichtet und sollte so verhindern, dass die Mahlzeit anbrennen kann. Hinzu kommt eine Skala, welche die Flüssigkeitsmenge angibt.

Am Deckel sind Löcher angebracht, welche das Abfüllen von z.B. Nudeln mit Wasser ermöglichen. Der Deckel ist leider sehr kratzanfällig.

Ebenso mit dabei ist eine rote Plastikschüssel. Diese wird beim Abfüllen von warmer Suppe leider extrem heiss und man ist gezwungen, diese abstellen zu müssen. Ansonsten sehr praktisch, damit man nicht aus dem Topf essen muss.

Der mitgelieferte Windschutz bietet den nötigen Luxus, auch bei leichtem Wind kochen zu können. Wie es bei starkem Wind aussieht, konnte ich leider nicht testen.
Der Windschutz wird mittels Magnet an eine dafür markierte Stelle darauf geschoben. Bei absoluter Windstille kann dieser daher auch leicht abgenommen und weggelassen werden.

Der Brenner wird in einem zusätzlichen, wasserdichten Beutel geliefert. Dies finde ich unglaublich stark, denn somit wird eine zuverlässige Zündung auch bei Regen gewährleistet.
Ein weiterer Pluspunkt ist die integrierte Piezo-Zündung. Somit muss man mit kalten Händen nicht mit einem Feuerzeug rumprobieren, sondern hat den Zünder direkt dabei. Wie zuverlässig dieser allerdings auf Dauer ist, kann ich nicht sagen.

Die Gasregulierung funktionierte unter meinen Verhältnissen von minus 20 Grad gut. Noch besser wird es wohl bei wärmeren Temperaturen sein.
Die Stützen für den Topf lassen sich aufklappen, bis jede an seiner Position einrastet.

Anwendung


Der Kocher ist selbst mit kalten Händen in weniger als 4 Minuten einsatzbereit.
Was mich extrem überraschte, das Wasser (ca. 0,3l) Kochte innerhalb von 2 Minuten. Diese Leistung bei solchen Temperaturen ist genial.
Der Gasverbrauch ist schwierig abzuschätzen, aber nach diversen Recherchen lässt sich sagen, dass man pro Liter Wasser ca. 13g Gas verbraucht. Somit liegt dies im Rahmen, könnte aber auch weniger sein.

Etwas negativ befinde ich die 530g für das Kocherset. Dies könnte ruhig etwas leichter sein, gerade wenn es auf längere Touren geht.
Dennoch kann ich ein sehr positives Fazit ziehen.

Jede einzelne Komponente erfüllt seinen Zweck – und dies sehr zuverlässig!

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