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Olight ION - Die Jubiläumslampe

Olight ION – Die Jubiläumstaschenlampe

Review von Daniel

Bereits seit 2007 stellt Olight hochwertige LED Taschenlampen her. Zum 10-jährigen Jubiläum haben sie sich etwas ganz Spezielles ausgedacht. Die Olight ION kam Ende 2017 auf den Markt und ist weltweit auf 2017 Stück limitiert. In der Schweiz gab es exklusiv bei yonc.ch 10 Taschenlampen zu ergattern. Diese waren in kurzer Zeit ausverkauft. Alle, die sich kein Exemplar der Jubiläumstaschenlampe ergattern konnten, erfahren in diesem Review, was sie so besonders macht.

Unboxing

Bereits an der Verpackung ist zu erkennen, dass es sich bei der ION um eine spezielle Taschenlampe handelt. Die Schachtel ist nicht bunt bedruckt, sowie andere Verpackungen von Olight, sondern einfach nur schwarz. Das Logo zum 10-jährigen Jubiläum ist in goldener Schrift geprägt, der ION Schriftzug und das Olight Logo auf der Seite glänzen silbrig. Auf der Unterseite befindet sich ein Etikett, welches abgesehen von einem QR Code zur Homepage von Olight, keine hilfreichen Informationen enthält.

Nach dem entfernen der Plastikfolie kann die Schachtel geöffnet werden. Als erstes kommt gleich die Olight ION zum Vorschein, welche noch von einer Schutzfolie verdeckt wird.

Wie es sich für ein richtiges Unboxing gehört, aber zuerst ein paar Worte zum Zubehör.

Im Lieferumfang befindet sich ein Micro USB Kabel, zwei Schutzfolien, die Bedienungsanleitung, ein Schlüsselring und ein Dankeskärtchen. Etwas schade finde ich, dass Olight hier ein Micro USB Kabel verwendet und noch nicht auf USB Typ C setzt. Die zwei Schutzfolien sind eine gute Idee, um das Gehäuse, welches teilweise aus Gorillaglas besteht vor Kratzern zu schützen. Wie bei allen Taschenlampen von Olight kommt die Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, darunter natürlich auch Deutsch. Der Schlüsselring wirkt sehr billig und erinnert eher an ein Souvenir aus den Ferien als an eine hochwertige Taschenlampe.

Nach dem entfernen der letzten Schutzfolie, kommen wir nun aber zur ION selbst. Der Rahmen ist aus Titan gefertigt. Oben und Unten besteht sie aus Gorillaglas. Das Design mit einem Rahmen aus Metall und dem Gorillaglas erinnert dabei stark an heutige Smartphones. Wo genau oben und unten ist, ist wohl eine Frage der Perspektive. Jedenfalls befindet sich auf einer Seite das Logo zum 10-jährigen Jubiläum, welches bereits auf der Verpackung zu sehen war. Auf der anderen Seite sind ein Plus und ein Minus, sowie ein ION Schriftzug vorhanden. Auf dem Metallrahmen ist ein Olight Schriftzug eingraviert. Ausserdem sind die USB Buchse zum Laden und ein Schalter an der Seite verbaut. Für Licht sorgen zwei Cree XP-G3 LEDs, welche hinter einer matten Linse sitzen.

Die Bedienung

Nach einigen Reviews zu Taschenlampen von Olight freue ich mich, hier einmal etwas Neues zur Bedienung zu schreiben. Diese ist bei der ION nämlich einzigartig. Der bereits erwähnte Schalter an der Seite dient zum Ein- und Ausschalten der Taschenlampe. Da er, als einziges Teil, etwas aus dem Gehäuse herausragt, lässt er sich auch im Dunkeln gut ertasten. Wenn die ION an ist, lässt sich über das Plus und Minus auf der Oberseite (oder Unterseite?) zwischen den verschiedenen Helligkeitsstufen wechseln. Dabei gibt es folgende Stufen.

  • 2.5 Lumen
  • 10 Lumen
  • 40 Lumen
  • 160 Lumen

Anders als man erwarten könnte, handelt es sich bei den zwei Tasten (+/-) nicht um Berührungsempfindliche Tasten, wie man es vom Touchscreen eines Smartphones kennt. Das ist auch gut so. Immerhin soll man die Taschenlampe ja auch halten können, ohne dabei ständig die Helligkeit zu verändern. Dennoch bin ich mit der Art der Tasten nicht zufrieden. Zum betätigen müssen diese wie erwähnt nicht nur berührt, sondern gedrückt werden. Dabei gibt das Glas etwas nach. Ein wirkliches Feedback, ob die Taste gedrückt wurde oder nicht, hat man aber dennoch nicht. Es gibt kein spürbares «Klicken». Man drückt also auf einer Glasscheibe rum und erkennt nur anhand der ändernden Helligkeit, ob die Taste gedrückt wurde oder nicht. Man ist sich also beispielsweise nie ganz sicher, ob man bereits die höchste Helligkeitsstufe erreicht hat, oder ob einfach der Tastendruck nicht richtig war.

Neben den 4 Helligkeitsmodi welche durch einfaches Drücken erreicht werden, kann man durch Drücken und Halten der Plus oder Minus Taste die Helligkeit auch stufenlos zwischen 1 – 320 Lumen einstellen. Nur so erreicht man übrigens die maximalen 320 Lumen bzw. die minimalen 1 Lumen. Die aktuelle Helligkeit bleibt immer gespeichert, wenn die ION ausgeschalten wird. Spezielle Modi wie beispielsweise SOS gibt es nicht.

Der Akku

In der Taschenlampe befindet sich ein fest verbauter LiPo Akku. Dieser reicht laut Olight für eine maximale Laufzeit von 90 Stunden bei 1 Lumen. Wie auch schon bei der Olight X7R (Link zum Review) sehe ich einen fest verbauten Akku aber als grossen Nachteil. Ist der Akku kaputt, kann die ganze Lampe entsorgt werden oder dient im besten Fall noch als Briefbeschwerer. Ein Austausch bei Olight wird sich finanziell wohl kaum lohnen. Geladen wird der Akku über das mitgelieferte Micro USB Kabel. Der Ladevorgang dauert laut Olight maximal 1.5 Stunden. Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang. Dafür eignet sich aber jedes USB Ladegerät vom Smartphone, eine Powerbank oder der USB Ausgang am Computer.

Über den aktuellen Akkustand informiert sowohl beim Laden, wie auch im laufenden Betrieb eine LED, welche im ION Schriftzug versteckt ist. Im Betrieb leuchtet diese grün, solange der Akkustand über 75% liegt. Bei 15% bis 75% leuchtet die LED orange und sobald weniger als 15% übrig sind, wechselt sie auf Rot. Dank der LED kann man die Plus und Minus Taste auch im Dunkeln finden, da sie sich genau oberhalb und unterhalb der Anzeige befinden. Während dem Ladevorgang leuchtet die LED rot und wechselt auf grün, sobald der Akku voll ist.

Fazit

Die Olight ION ist eine kompakte, edle und gut verarbeitete Taschenlampe. Dank der flachen Bauweise, im vergleich zu zylindrischen Taschenlampen, passt sie gut in jede Tasche und eignet sich daher hervorragend als EDC Lampe. Olight hat zum 10-jährigen Jubiläum etwas Neues gewagt, was ich sehr begrüsse. Und wie oft, wenn ein Hersteller etwas Neues ausprobiert, ist dies noch nicht perfekt. Das gilt besonders für die zwei Tasten, welche hinter dem Gorillaglas verbaut sind. Und auch die Verwendung des Micro USB Anschlusses halte ich nicht für zeitgemäss. Dennoch werden wohl alle, die sich ein Exemplar ergattern konnten, Freude an der Olight ION haben. Vielleicht nicht als täglicher Begleiter, sondern auch einfach nur als Sammlerstück. Für alle anderen bleibt zu hoffen, dass Olight bald eine ION2 herausbringt. Dann hoffentlich mit besseren Tasten, USB Typ C, austauschbarem Akku und in nicht limitierter Auflage. Und für alle, die nicht auf eine Neuauflage der ION warten möchten und eine vergleichbare Taschenlampe suchen, kann ich die NiteCore TINI empfehlen.

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