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M1T & I3T von Olight

Olight M1T & I3T

Ich kann mich noch gut an die Nächte erinnern, in denen wir als Kind mit der Jungschar im Wald unterwegs waren. Jeder hatte eine einfache Taschenlampe dabei, meist aus Kunststoff und mit einer winzigen Glühbirne. Die Lampe reichte gerade so, um den Weg vor sich zu sehen. Und abgesehen von ein und aus, hatte die Lampe keine weiteren Funktionen. In der Zwischenzeit sind Taschenlampen dank LEDs nicht nur viel heller geworden, sie haben auch viel mehr Funktionen erhalten. So gibt es neben verschiedenen Helligkeitsstufen und Farben auch S.O.S. und weitere blinkende Modi. Zudem sind bereits Lampen mit Bluetooth oder Gestensteuerung auf dem Markt. Doch braucht man diesen Funktionsumfang wirklich? Waren die Lampen aus unserer Kindheit nicht gut genug? Mit der M1T und der I3T hat Olight zwei Taschenlampen entwickelt, die wieder mehr auf einfache Bedienung und nicht auf einen riesigen Funktionsumfang setzten. Und obwohl es die Namen nicht vermuten lassen, haben die beiden Taschenlampen einiges gemeinsam. Was sie wirklich können und ob dies in der heutigen Zeit noch ausreicht, erfährst du in diesem Review.

Laut der Verpackung sin die M1T und die I3T beides EDC (Every Day Carry) Taschenlampen. Sie sind also ideal, um sie immer in der Hosentasche, im Rucksack oder der Handtasche mitzuführen. Die M1T wird von Olight als „Compact“, die I3T als „Slim“ bezeichnet. Und diesen Unterschied sieht man bereits bei der Verpackung.

Die Ähnlichkeit der beiden Lampen ist ebenfalls schon auf der Verpackung zu erkennen. Die I3T sieht wie eine schlankere Version der M1T aus. Schlank ist auch das Zubehör, welches den beiden Taschenlampen beiliegt. Bei der I3T ist das nur eine Batterie, sowie die Bedienungsanleitung. Bei der M1T ist zusätzlich eine Handschlaufe dabei. Beide Taschenlampen liegen in einer zweiteiligen Kunststoffschale. Die Bedienungsanleitung und Handschlaufe sind zwischen den beiden Kunststoffteilen eingeklemmt.

Eine weitere Gemeinsamkeit ist der Clip, welcher an den beiden Taschenlampen angebracht ist. Dieser kann auf Wunsch entfernt und bei Bedarf wieder angebracht werden. Die Form des Clips ermöglicht es, die Taschenlampen in zwei Richtungen zu befestigen.

Geschmückt werden die M1T und die I3T von einer Doppelhelix. Diese sorgt laut Olight für einen besseren Halt und ein einzigartiges Aussehen. Bei der M1T ist die Helix zusätzlich mit Rillen versehen, während sie bei der I3T glatt ist. Der grösste Unterschied, welcher auch die Grösse der zwei Taschenlampen beeinflusst, ist die verwendete Batterie. Die M1T verwendet eine CR123A Lithiumbatterie, während die I3T auf eine herkömmliche AAA Batterie setzt. Anstelle einer Batterie können auch Akkus in der jeweiligen Grösse verwendet werden. Bei der I3T sollten allerdings nur NiMH-Akkus und keine Lithium-Akkus verwendet werden, da diese eine zu hohe Spannung haben.

Einfluss hat die Batterie aber nicht nur auf die Grösse, sondern auch auf die maximale Helligkeit. Beide Taschenlampen haben eine niedrige Stufe mit 5 Lumen. Maximal liefert die M1T 500 Lumen, ihre kleine Schwester erreicht lediglich 180 Lumen. Dabei unterscheidet sich auch die verwendete LED. Hier kommt zum einen eine SST40 von Luminus zum Einsatz, die I3T verwendet eine Luxeon TX von Lumileds. Beide LEDs sitzen hinter einer TIR Linse aus Kunststoff. Während die I3T komplett schwarz ist, hat die M1T einen blau eloxierten Ring um die Linse.

Am Ende der Taschenlampen befindet sich der Schalter für die Bedienung. Dieser ist aus Gummi und mit kleinen Noppen versehen. Beim Drücken ist ein deutliches «Klick» zu hören. Die Bedienung ist wie bereits am Anfang erwähnt, sehr simpel. Drück man den Schalter, geht die Taschenlampe an. Drückt man ihn erneut, geht sie wieder aus. Dabei leuchtet die LED auf der tieferen Stufe mit 5 Lumen. Um auf die maximale Helligkeit zu schalten, muss die Lampe innerhalb von zwei Sekunden nach dem Ausschalten, erneut eingeschalten werden. Anstatt den Schalter ganz durchzudrücken, kann er auch nur bis zur Hälfte gedrückt werden. So leuchtet die Taschenlampe nur so lange wie der Schalter gedrückt wird und durch kurzes Loslassen kann man schneller auf die maximale Helligkeit umstellen. Zum Morsen eignen sich die Lampen allerdings nicht, da sie ständig zwischen den beiden Helligkeitsmodi hin und her wechselt.

Damit ist zu den beiden Taschenlampen eigentlich alles gesagt. Doch reicht der Beschriebene Funktionsumfang für eine gute Taschenlampe? Meiner Meinung nach kann diese Frage mit einem klaren «Ja» beantwortet werden. Olight hat aus meiner Sicht vieles richtig gemacht und sich getraut, auf einige Funktionen zu verzichten, ohne die wichtigen Dinge zu vernachlässigen. Denn wenn wir ehrlich sind braucht niemand zehn verschiedene Leuchtmodi. Meistens benutze ich meine Taschenlampen sowieso auf einer Stufe und schalte nicht ständig hin und her. Die M1T und die I3T liefern also genau die Modi, die man auch wirklich nutzt. Die 5 Lumen reichen um nachts den Weg aufs WC oder das Schlüsselloch zu finden. Und für einen Spaziergang im Wald, sind die 180 bzw. 500 Lumen ebenfalls ausreichend. Die Qualität liegt, wie von Olight gewohnt, auf einem hohen Niveau, während der Preis verhältnismässig tief angesetzt ist. Dank der kompakten Bauweise können sie überall mitgenommen werden. Mir persönlich gefällt die I3T noch etwas besser, da die verwendeten Batterien überall erhältlich sind. Zudem kostet sie nur etwa halb so viel, wie die M1T. Doch auch wer sich für das hellere Modell entscheidet, wird daran bestimmt Freude haben.

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